Über die Postleitzahl 86981
Zwischen der Romantischen Straße und dem Lech, an der südlichen Kreisgrenze von Landsberg am Lech, liegt die Gemeinde Kinsau, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Reichling. Sie hat außer dem Hauptort und dem Weiler Sägmühle keine weiteren Gemeindeteile und bildet nahezu die gesamte Fläche dieser Postleitzahl. Vom Hochplateau führen vier Geländestufen hinunter zum Fluss, und von dort bieten sich teils weite Aussichten.
Erstmals erwähnt wird der Ort 1323 als „Kunigesow“, als Teil der Herrschaft Peißenberg im Amt Landsberg. Nachdem die Herren von Seefeld um 1420 ausgestorben waren, fiel der Ort an die Freyberger, welche ihn 1445 dem Schongauer Spital verkauften. Von 1907 bis 1929 diente die Werkbahn der örtlichen Holzstofffabrik – die erste Zahnradbahn Bayerns überhaupt – dem Holztransport und war an die Bahnstrecke Landsberg am Lech–Schongau angebunden; Reste der Trasse sind bis heute erkennbar.
Sehenswert ist die von Thomas Natter zu Beginn des 18. Jahrhunderts erbaute Pfarrkirche St. Matthäus samt Pfarrhof sowie die Schlosswirtschaft mit ihren beiden Erkertürmchen und Zwiebelhauben. Neben dem Schulgebäude wächst zudem eine schon mehr als 110-jährige Linde mit über 5,60 Metern Stammumfang. Auf 11,4 km² leben 1.028 Menschen, das ergibt eine Dichte von 90 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Denklingen, Peiting, Apfeldorf und Hohenfurch.