Über die Postleitzahl 86974
Direkt am Lech, zwischen Landsberg, Schongau und Weilheim, liegt Apfeldorf, eine oberbayerische Gemeinde im Landkreis Landsberg am Lech und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Reichling. Fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl entfällt auf sie, mit den baulich zusammengewachsenen Ortsteilen Oberapfeldorf und Unterapfeldorf sowie Apfeldorfhausen und einer Reihe von Einöden wie Grubmühle, Hohenbrand, Klafthof und Wiese.
Eine erste Erwähnung Apfeldorfs ist für 1305 überliefert: Eine im Pfarrarchiv aufbewahrte Urkunde schildert, wie Heinrich von Enn und seine Frau ihre Rechte an der Pfarrei dem Kloster Polling verkauften und schenkten – eine Verbindung, die bis zur Säkularisation 1803 bestand. Untrennbar mit dem Ort verbunden ist zudem das alte Pfleggericht Rauhenlechsberg, das mehrere umliegende Dörfer umfasste und dessen Namen ein hoch über dem Lech gelegenes Schloss und Gericht trug. Von der Geschichte der Flößerei erzählt die Haldenkapelle von 1816, an deren Vorgängerstandort einst Flößer vor ihren gefährlichen Fahrten auf dem Lech beteten.
Die Pfarrkirche Heilig Geist verbindet einen spätromanischen Westturm mit einem später stuckierten spätgotischen Chor und einem barockisierten Langhaus; den zugehörigen Pfarrhof plante 1747 der Barockbaumeister Johann Michael Fischer. Auf 12,3 km² leben 1.190 Menschen, das ergibt eine Dichte von 97 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Peiting, Reichling, Rott und Kinsau.