Über die Postleitzahl 89287
Bellenberg ist eine kleine Gemeinde im Landkreis Neu-Ulm in Bayern, rund einen Kilometer östlich der Iller zwischen Vöhringen im Norden und Illertissen im Süden; außer dem Pfarrdorf selbst gibt es keine weiteren Gemeindeteile, ein winziger Teil der Postleitzahl reicht zudem ins benachbarte Illertisser Gemeindegebiet.
Erstmals schriftlich fassbar ist der Ort 1302, als ein gewisser Cunrat der Bellenbergaer den Verkauf eines Meierhofs an das Augsburger Heilig-Geist-Spital bezeugte; Ausgrabungen belegen aber schon eine Besiedlung in der mittleren Bronzezeit, und ein beim Bau der Illertalbahn entdecktes Reihengräberfeld zeigt, dass hier im 3. oder 4. Jahrhundert Alemannen lebten. Auf dem Schlossberg stand einst eine vermutlich auf einem römischen Wachturm errichtete Burg, die die Ulmer gegen Ende des 14. Jahrhunderts im Städtekrieg zerstörten; deren Steine sollen anschließend beim Bau des Ulmer Münsters verwendet worden sein. Von 1357 bis 1570 hatten die Herren von Ellerbach die Herrschaft inne, 1804 kam Bellenberg wegen seiner Lage mitten im kurbayerischen Gebiet an Bayern.
Bekannt ist Bellenberg für den Reinigungsgerätehersteller Wap, der 2004 von Nilfisk übernommen wurde und einst über 600 Beschäftigte zählte, heute noch rund 100. Seit 2001 speist ein von acht Eigentümern betriebenes Solarkraftwerk auf der Turn- und Festhalle Strom ein, seit November 2010 unterhält die Gemeinde selbst eine Solaranlage auf dem Feuerwehrhaus.
Auf 5,1 km² leben in dieser Postleitzahl 4.597 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 898 je Quadratkilometer. Rund 15 Kilometer südlich des Ballungsraums Ulm/Neu-Ulm und über die Autobahn A7 erreichbar, liegt westlich der Gemeinde mit dem Auwald der unteren Iller ein Großschutzgebiet; Nachbarplätze sind Illertissen, Weißenhorn und Vöhringen, die Vorwahl lautet 07306.