Über die Postleitzahl 89269
Vöhringen ist eine Stadt im Landkreis Neu-Ulm in Bayern an der Iller, rund 18 Kilometer südlich von Ulm; zu ihr gehören neben dem Hauptort die Gemeindeteile Illerberg, Illerzell, Thal und die Einöde Riedhof.
Erste Spuren der Besiedlung reichen wohl ins 5. oder 6. Jahrhundert zurück, als Alemannen von der Donau aus die Flusstäler erschlossen; urkundlich erwähnt wurde der Ort aber erst 1148 durch eine in Trier ausgestellte Urkunde zugunsten des Klosters St. Martin in Wiblingen. Vom ausgehenden 11. Jahrhundert an lag die Herrschaft über den größten Teil des Orts bei den Grafen von Kirchberg, ehe der Memminger Bürger Erhard Vöhlin sie 1462/71 erwarb und sie nach seinem Tod 1484 wieder an die Kirchberger zurückging; mit deren Aussterben im Mannesstamm 1510 endete dieses Adelsgeschlecht. Stadtrecht erhielt Vöhringen erst 1977, da waren Illerberg, Thal und Illerzell bereits eingemeindet.
Ab 1335 übte in Illerzell das Ulmer Geschlecht der Rot die Ortsherrschaft aus; Fritz Rot von Zell verkaufte die dortige Burg 1373 an die Grafen von Kirchberg. Illerberg und Thal, deren Dorfkerne bis heute landwirtschaftlich geprägt sind, wurden 1970 zusammengelegt und 1976 nach Vöhringen eingemeindet. Kultureller Mittelpunkt der Stadt ist das 1993 eröffnete Wolfgang-Eychmüller-Haus, benannt nach einem Ehrenbürger und früheren Vorstandsvorsitzenden der Wieland-Werke.
Größte Arbeitgeber sind die Wieland-Werke mit ihren Kupfer-Halbfabrikaten sowie die Hartmetallverarbeitung von Schwegler; südlich der Stadt steht zudem ein bedeutendes Umspannwerk mit einem 96 Meter hohen Richtfunkturm. Auf 23,6 km² kommen 13.586 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 575 je Quadratkilometer. Vöhringen grenzt an Senden, Weißenhorn, Bellenberg und die baden-württembergische Gemeinde Illerrieden; die Vorwahl lautet 07306.