Über die Postleitzahl 89297
Roggenburg ist eine Gemeinde im Landkreis Neu-Ulm in Bayern; nur rund vier Zehntel der Postleitzahlfläche liegen tatsächlich in der besiedelten Gemeinde, der Rest verteilt sich auf die unbewohnten, bewaldeten gemeindefreien Gebiete Unterroggenburger Wald, Stoffenrieder Forst und Oberroggenburger Wald an der östlichen Grenze zum Landkreis Günzburg. Zur Gemeinde selbst zählen die Ortsteile Biberach, Ingstetten, Meßhofen, Roggenburg, Schießen, Schleebuch und Unteregg.
Namensgebend ist das Kloster Roggenburg, das heute wieder von Prämonstratensern genutzt wird und ein Zentrum für Umwelt und Kultur trägt, das Besucher aus der ganzen Region anzieht; ursprünglich soll an dessen Stelle die Burg jenes bald erloschenen Adelsgeschlechts derer von Bibereck gestanden haben. Die heutige Gemeinde entstand 1972 durch den Zusammenschluss von Biberach, Ingstetten und Meßhofen, 1978 kam Schießen mit Schleebuch und Unteregg hinzu. Eine bemerkenswerte Geschichte rankt sich um den früheren Einzelhof Frankenhofen östlich von Meßhofen: Dessen Bauer soll sich 1525 den aufständischen Bauern angeschlossen und nach deren Niederlage sein Leben verloren haben; der Hof wurde geschleift, seine Felder wurden unter Meßhofener und Ingstetter Bauern aufgeteilt, woran der Flurname Frankenhofer Feld bis ins 19. Jahrhundert erinnerte.
Sehenswert sind die Wallfahrtskirche Mariä Geburt in Schießen, die Kirche St. Wendelin in Schleebuch und die 1730 erbaute Kapelle St. Antonius in Unteregg. An der Biber, die auch den Langweiher speist, liegen die Ortsteile Roggenburg, Biberach sowie Meßhofen, während Ingstetten, Schießen und Unteregg am Osterbach liegen.
Im Stoffenrieder Forst entspringt die Kötz, dort liegen zudem vorgeschichtliche Grabhügel und ein mittelalterlicher Burgstall sowie die Kapelle Vierzehn Nothelfer am Unteregger Berg; im Oberroggenburger Wald entspringt der spätere Osterbach, und die frühere US-Kaserne Lehmgrube gehört seit 2014 zum Markt Buch. Auf 66,8 km² kommen 2.626 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 39 je Quadratkilometer. Die Gemeinde liegt in Mittelschwaben in der Region Donau-Iller, 30 Kilometer südöstlich von Ulm; die Vorwahl lautet 07300.