Über die Postleitzahl 86498
Die Gemeinde Kettershausen im schwäbischen Landkreis Unterallgäu füllt die Postleitzahl 86498 fast vollständig aus. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Babenhausen, etwa 35 Kilometer in Richtung Südosten liegt Ulm, rund 25 Kilometer nördlich Memmingen; beide gehören zur Region Donau-Iller. Zum Gemeindegebiet zählen neben dem Hauptort die Dörfer Bebenhausen, Mohrenhausen, Tafertshofen und Zaiertshofen, die 1972 und 1978 im Zuge der Gebietsreform eingemeindet wurden.
Kettershausen wurde 1162 erstmals urkundlich erwähnt. Über Jahrhunderte prägten geistliche und adlige Herren den Ort: Das Stift Roggenburg, die Herren von Freyberg und das Tiroler Zisterzienserkloster Stams hatten Besitz in der Gegend, bevor die Fürsten Fugger-Babenhausen ab dem 16. Jahrhundert den Großteil des Gemeindegebiets erwarben. Zwischen 1556 und 1806 beherbergte der Ort die Gerichte der gleichnamigen Fuggerherrschaft, ehe er im selben Jahr an das Königreich Bayern fiel. Die katholische Pfarrkirche St. Michael zeigt eine gut erhaltene neuromanische Ausstattung des 19. Jahrhunderts, in Mohrenhausen steht die im Kern spätgotische Pfarrkirche St. Leonhard und Sebastian. Zwei Kilometer nordwestlich des Hauptorts liegt eine Keltenschanze. Das flache Gemeindegebiet wird in Süd-Nord-Richtung von der Günz durchflossen, im Westen reicht es in den Oberrother Wald hinein.
Auf 26,7 km² leben 1.773 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 67 Personen je Quadratkilometer. Die Bundesstraße 300 durchquert den Ort, die Vorwahl lautet 08333. Nachbarorte der angrenzenden Postleitzahlen sind unter anderem Breitenthal, Babenhausen und Roggenburg.