Über die Postleitzahl 89299
Unterroth ist eine Gemeinde im Landkreis Neu-Ulm in Bayern und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Buch; zu ihr gehört der Weiler Matzenhofen.
Eine Urkunde des Klosters Kempten nennt den Ort erstmals im 9. Jahrhundert. Im 12. Jahrhundert wechselten die Besitzer mehrfach, 1165 kam Unterroth zur Herrschaft Kellmünz, 1187 wohl durch Verpfändung zurück ans Kloster Ottobeuren. 1426 belehnte der Augsburger Bischof Graf Hugo von Rechberg, den Herrn von Kellmünz, mit den Gütern zu Unterroth, 1447 einen weiteren Ortsteil ebenso an die Rechberger. Im Bauernkrieg 1525 lehnten sich auch die Unterrother Bauern auf; zur Strafe plünderten berittene Söldner und Landsknechte den Ort, zwei Einwohner wurden dabei erstochen.
Unterroth gehörte zum Hochstift Augsburg und kam mit dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 zu Bayern, während Teile des Orts zur Herrschaft der Fürsten Schwarzenberg in Illerreichen zählten, die erst 1806 bayerisch wurden; die heutige Gemeinde entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818. Mit der Firma Butzbach betreibt heute ein Hersteller von Toren und Fassaden ein Werk im Ort.
Der Weiler Matzenhofen gehörte 1126 unter dem Namen „Mazhinhoven“ bereits der Reichsabtei Rot an der Rot, 1316 nennt ein Urbar des Hochstifts Augsburg zudem ein „Mazzenhoven“ – ob eines von beidem das heutige Matzenhofen meint, ist bis heute ungeklärt. Die Staatsstraße 2020 trifft im Ort auf die Kreisstraße NU 5, die zur rund fünf Kilometer entfernten Autobahnauffahrt Illertissen führt. Auf 15,3 km² kommen 1.087 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 71 je Quadratkilometer. Nachbarplätze sind Kettershausen, Illertissen, Altenstadt, Buch und Oberroth; die Vorwahl lautet 07343.