Über die Postleitzahl 91362
In der Fränkischen Schweiz, im südwestlichen Teil Oberfrankens, liegt der Markt Pretzfeld im Landkreis Forchheim, der fast die gesamte Postleitzahl abdeckt. Zur Gemeinde zählen neben dem Hauptort an der Mündung der Trubach in die Wiesent die Orte Hagenbach, Hetzelsdorf mit Poppendorf, Lützelsdorf, Wannbach sowie Ober- und Unterzaunsbach, die größtenteils erst 1976 bis 1978 im Zuge der bayerischen Gebietsreform hinzukamen.
Pretzfeld entstand vermutlich im 8. Jahrhundert als Zulieferort für den nahen Königshof Forchheim, seine Kirche geht wohl schon auf die Zeit Ludwigs des Deutschen im 9. Jahrhundert zurück. Von 1505 bis 1762 waren die Freiherren Stiebar von Buttenheim Schlossherren, und bis 1934 bestand in Pretzfeld eine jüdische Gemeinde mit einem eigenen Friedhof auf dem Judenberg sowie einer Mikwe aus dem 14. Jahrhundert. Rund um den Ort erstreckt sich das größte geschlossene Süßkirschenanbaugebiet Deutschlands mit sehr vielen Bäumen auf einer weiten Fläche, ergänzt durch mehrere Brauereien und Brennereien. Aus einem 1946 gegründeten Halbleiterlabor des Physikers Walter Schottky ging später ein Werk für Leistungshalbleiter hervor.
Auf 24,1 km² leben 2.395 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 99 je Quadratkilometer entspricht. Ein Haltepunkt an der Bahnstrecke Forchheim–Behringersmühle verbindet den Ort mit dem Nürnberger Nahverkehr, zu den Nachbarorten der angrenzenden Postleitzahlen zählen Ebermannstadt und Gößweinstein.