Über die Postleitzahl 91477
Markt Bibart im Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim liegt im Steigerwald zwischen Kitzingen und Neustadt an der Aisch, direkt an dem Fluss, der ihm den Namen gibt. Zur Gemeinde gehören außer dem Hauptort die Dörfer Altmannshausen und Ziegenbach sowie kleinere Orte wie Enzlar, Altenspeckfeld und Fuchsau.
Die Gründungsurkunde des Klosters Megingaudshausen aus dem Jahr 816 nennt den Ort erstmals, damals unter dem Namen „Bibaroth“. Der Name setzt sich aus einem Wort für Einöde und dem althochdeutschen Ausdruck für Biber zusammen und bezeichnete ursprünglich eine öde Gegend mit auffällig vielen Bibern. Über Jahrhunderte gehörte Bibart zum Hochstift Würzburg und war Sitz eines eigenen Amtes; ab Herbst 1631 wurde der Markt im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen Truppen geplündert, ehe er 1803 mit der Auflösung des Hochstifts an Bayern fiel.
Südlich des Ortes, an der Grenze zu Sugenheim, steht der etwa 21 Meter hohe hölzerne Aussichtsturm auf dem Hüßberg. Wirtschaftlich prägt das Egger-Spanplattenwerk im Ortsteil Fuchsau den Ort, das mit rund 170 Beschäftigten eine halbe Million Kubikmeter Spanplatten im Jahr herstellt. Markt Bibart gehört dem Nürnberger Verkehrsverbund an und hat einen eigenen Bahnhof an der Strecke Fürth–Würzburg, an dem stündlich ein Regionalexpress hält. Auf 29,9 km² kommen 1.767 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 59 je Quadratkilometer. Als Nachbarn zählen unter anderem Oberscheinfeld, Sugenheim und das fränkische Iphofen.