Über die Postleitzahl 91484
Sugenheim liegt auf halbem Weg zwischen Nürnberg und Würzburg, eingebettet in den südlichen Steigerwald im sogenannten Ehegrund, einer vom Ehebach geformten Flurlandschaft. Die Gemeinde im Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim ist mit Abstand die flächengrößte der Verwaltungsgemeinschaft Scheinfeld und umfasst neben dem Hauptort zahlreiche Dörfer wie Deutenheim, Ezelheim, Ingolstadt, Krautostheim, Neundorf und Ullstadt.
Gegründet wurde der Ort im 9. Jahrhundert, 1298 erscheint er erstmals als „Subenheim“ in einer Urkunde. Die Freiherrn von Seckendorff bauten hier einen geschlossenen Herrschaftskomplex auf und errichteten um 1600 eine dreiflügelige Schlossanlage mit vier massiven Ecktürmen und einem galerieumsäumten Innenhof, die bis heute den Charakter der einstigen reichsunmittelbaren Adelsherrschaft spüren lässt. Eine dunkle Episode markiert das Jahr 1596: Aus den drei Orten Sugenheim, Ezelheim und Deutenheim wurden damals acht Menschen der Hexerei beschuldigt, gefoltert und hingerichtet; vier weitere Angeklagte kamen mit Gefängnis oder Landesverweis davon.
Heute zeigen ein Spielzeugmuseum im alten Schloss und ein Heimatmuseum in der ehemaligen Schafsscheune Alltagsgegenstände und Handwerk vergangener Zeiten. Auf 62,1 km² leben 2.289 Menschen, was einer Dichte von 37 je Quadratkilometer entspricht. Die Staatsstraße 2256 führt nach Ullstadt und Deutenheim; benachbart liegen unter anderem Neustadt an der Aisch, Scheinfeld und Uffenheim.