Über die Postleitzahl 91735
Nördlich von Gunzenhausen, unmittelbar am Altmühlsee im Fränkischen Seenland, liegt Muhr am See, eine Gemeinde des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Sie füllt die Postleitzahl fast vollständig aus; ihren heutigen Namen und ihre heutige Form erhielt sie erst 1976, als die bis dahin eigenständigen Orte Altenmuhr und Neuenmuhr zusammengelegt wurden, im Vorgriff auf den erst 1986 angelegten See.
Die Herren von Muhr sind erstmals 888 erwähnt, der Ortsname als „vicus mura“ 893. In Altenmuhr entstand im frühen 12. Jahrhundert ein Wasserschloss mit 20 Meter hohem Bergfried und 1,6 Meter starken Mauern, dessen zweites Obergeschoss reiche Stuckdecken des Nürnbergers Hans Kuhn birgt; im nicht erhaltenen Schloss Neuenmuhr, dem einst prächtigsten des Altmühltals, spielte Friedrich Schiller 1781 sein Drama Die Räuber, woran heute die Altmühlseefestspiele erinnern. 1632 brannte im Dreißigjährigen Krieg fast ganz Neuenmuhr nieder, nur Schloss und Kirche blieben stehen. 1938 wurde die jüdische Gemeinde von Altenmuhr von den Nationalsozialisten gewaltsam aufgelöst.
In der Postleitzahl 91735 leben 2.388 Menschen auf 10,9 km², das ergibt eine Dichte von 218 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Gunzenhausen, Haundorf und Merkendorf, die Vorwahl lautet 09831.