Über die Postleitzahl 92442
Wackersdorf im Landkreis Schwandorf erlangte weltweit Aufmerksamkeit durch den Widerstand gegen eine Wiederaufarbeitungsanlage, die am Ende nie in Betrieb ging. Die Postleitzahl deckt fast die gesamte Gemeinde ab, zu der Ortsteile wie Alberndorf, Heselbach, Irlach und Rauberweiherhaus gehören.
Erste urkundliche Spuren reichen bis 1150 zurück, vorgeschichtliche Siedlungsreste kamen erst bei späteren Bauarbeiten zutage. Ein gewisser Andreas Schuster, von Beruf Schneider, stieß hier zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf Braunkohle, deren Abbau ab 1889 mit der Gründung der Bayerischen Braunkohlen-Industrie AG richtig in Gang kam. Im Februar 1985 stimmte der Gemeinderat der umstrittenen Wiederaufarbeitungsanlage zu, ehe das Projekt 1989 aufgegeben wurde; auf den dafür vorgesehenen Flächen entstand später ein Industriepark. Auf dem Gelände der einstigen Braunkohlengrube liegen heute Murner See und Brückelsee als Kern des Oberpfälzer Seenlands. Das Heimat- und Industriemuseum ist im ehemaligen Laborgebäude der Bayerischen Braunkohlen-Industrie AG untergebracht.
5.243 Menschen leben auf 33,5 km², das ergibt eine Dichte von 156 Einwohnern je Quadratkilometer. Der frühere Bergbau- und WAA-Standort beheimatet heute Arbeitgeber wie BMW, Sennebogen und Gerresheimer und liegt direkt an der Bundesautobahn 93 sowie an der Bundesstraße 85 zwischen Amberg und Cham.
An die Postleitzahl grenzen Schwandorf, Neunburg vorm Wald, Bodenwöhr, Steinberg und Schwarzenfeld.