Über die Postleitzahl 94065
Waldkirchen, die einwohnerstärkste und zugleich jüngste Stadt des Landkreises Freyung-Grafenau, liegt zwischen Passau und dem Nationalpark Bayerischer Wald und wird hier fast vollständig durch diese Postleitzahl abgedeckt. Ihre Entstehung verdankt die Stadt dem Goldenen Steig, einem alten Handelsweg nach Böhmen, an dem sich die Siedlung um die Jahrtausendwende bildete. Zu ihr zählen zahlreiche Gemeindeteile wie Böhmzwiesel, Karlsbach, Ratzing und Schiefweg.
Das Marktrecht erhielt Waldkirchen der Überlieferung nach 1285, bestätigt 1300 durch den Passauer Fürstbischof Bernhard von Prambach, der zugleich die alleinige Salzniederlage sicherte. Zwischen 1492 und 1945 suchten sechs Brände den Ort heim, der schwerste 1862 mit 140 zerstörten Häusern; am 26. April 1945 wurde Waldkirchen zudem von US-Truppen beschossen. Zur Stadt erhoben wurde der Markt erst 1972. Die neugotische Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul, als „Dom des Bayerischen Waldes“ bezeichnet, entstand 1857 bis 1861 und wurde nach Kriegsschäden wiederhergestellt.
Auf 79,7 km² leben 11.170 Menschen, das entspricht 140 je Quadratkilometer. Nachbarschaftlich grenzen Hauzenberg, Freyung, Jandelsbrunn, Büchlberg, Röhrnbach und Grainet an.