Über die Postleitzahl 94143
Am Fuß des 1170 Meter hohen Haidel, in einem nach Süden geöffneten Talkessel des Landkreises Freyung-Grafenau, liegt die Gemeinde Grainet. Der größte Teil der Postleitzahl gehört zur Gemeinde, zu der auch die ehemals selbstständigen Orte Fürholz, Rehberg und Vorderfreundorf zählen, die 1971 eingegliedert wurden. Ein kleinerer Teil der Fläche entfällt auf den gemeindefreien Graineter Wald, einen Staatsforst im Naturpark Bayerischer Wald.
Grainet entstand um 1400 als Säumerdorf am Goldenen Steig, dem alten Handelsweg für Salztransporte von Passau ins böhmische Prachatitz, der schon 1010 erstmals erwähnt wurde; mit dem Dreißigjährigen Krieg kam dieser Handel weitgehend zum Erliegen. Bis 1750 gehörte der Ort zur Pfarrei Freyung, dann entstand von 1747 bis 1756 die Pfarrkirche Heiligste Dreifaltigkeit nach Plänen des Passauer Baumeisters Severin Goldberger. Die ältere Nikolauskirche von um 1500 wurde beim großen Dorfbrand 1911 zerstört. Im Ortsteil Hobelsberg blühte von 1449 bis 1642 eine Glasmacherei, benannt nach dem Meister Andre Hobelsberger, die Trinkgläser, Butzenscheiben und Rosenkranzperlen herstellte.
Auf 42,6 km² leben 2.403 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 56 je Quadratkilometer. Der Erholungsort ist etwa acht Kilometer von Freyung und neun Kilometer von Waldkirchen entfernt, zu den Grenzen nach Tschechien und Österreich sind es jeweils rund 20 Kilometer. Nachbar-Postleitzahlen tragen die Orte Waldkirchen, Freyung, Neureichenau, Jandelsbrunn und Haidmühle.