Über die Postleitzahl 94118
Im Bayerischen Wald, im Landkreis Freyung-Grafenau, liegt die Gemeinde Jandelsbrunn, der fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl entspricht. Zu ihr gehören mit Heindlschlag, Hintereben, Aßberg, Grund und Rosenberg mehrere der sogenannten sieben künischen Dörfer, die wegen ihrer langen Zugehörigkeit zu Österreich und den Habsburgern „künisch“, also königlich, genannt wurden. Erst 1765 erwarb ein Passauer Fürstbischof diese Dörfer von Österreich zurück, allerdings ohne die zugehörige Burg Rannariedl.
Der Ortsteil Wollaberg diente im Mittelalter der Absicherung der Klafferstraße nach Südböhmen und ist bis heute ein Wallfahrtsort. Die Gemeinde selbst entstand 1818 im Zuge des zweiten bayerischen Gemeindeedikts, Heindlschlag und Hintereben kamen erst 1971 beziehungsweise gegen den Protest der Bevölkerung 1978 hinzu. Seit 1970 hat hier das Wohnwagenwerk von Knaus Tabbert seinen Sitz, ebenso die Privatbrauerei Josef Lang. Eine Besonderheit ist das nach eigenen Angaben europaweit größte Kaffeekannenmuseum mit einer außergewöhnlich umfangreichen Sammlung.
Auf 42,4 km² kommen 3.202 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 76 je Quadratkilometer entspricht. Die Staatsstraße 2131 verbindet den Ort mit Waldkirchen, sieben Kilometer entfernt, und mit Neureichenau; bis zur österreichischen Grenze sind es rund elf Kilometer. Nachbar-Postleitzahlen tragen die Orte Waldkirchen, Neureichenau, Breitenberg, Grainet und Sonnen.