Über die Postleitzahl 94428
Eichendorf liegt an der Vils im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau und dient den umliegenden Dörfern als Verwaltungs- und Versorgungszentrum. Der Markt ist noch stark landwirtschaftlich geprägt: Zählte man 1999 noch 254 Betriebe, waren es 2010 nur noch 155. 2024 legte ein Archäologe bei Eichendorf ein rund 6800 Jahre altes Grab mit Steinaxt, Eberzahn und Goldschmuck frei.
Im Gemeindeteil Aufhausen kam bereits 1997 eine 6000 Jahre alte, menschenförmige Tongefäßfigur zutage, die als „Venus von Aufhausen“ bekannt wurde – ein Fund, der die lange Besiedlung des Vilstals seit über 7500 Jahren belegt. Im Ortskern prägt die 1466 geweihte, spätgotische Pfarrkirche St. Martin das Bild, mit einem Vierrauten-Rippengewölbe im Chor und barocken Rokokoaltären. Nordöstlich des Marktes steht auf einem künstlichen Hügel, einst Standort einer mittelalterlichen Turmhügelburg, eine weitere Kirche gleichen Patroziniums.
Eichendorf zählt 6.617 Einwohnerinnen und Einwohner auf 97,9 km², das ergibt 68 je Quadratkilometer. Freibad, Sportanlagen und Radwege im Vilstal sorgen für Freizeitwert, überregional angebunden ist der Ort über die Bahnhöfe Landau und Plattling sowie die A92. Nachbarorte sind etwa Arnstorf, Simbach und Wallersdorf.