Über die Postleitzahl 94547
Iggensbach im Landkreis Deggendorf liegt an der Kleinen Ohe im Naturpark Bayerischer Wald und stellt fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 947 als „Itenespah“; von 1130 bis etwa 1600 gehörte er bayerischen Herzögen, seit dem 15. Jahrhundert wird er als Hofmark geführt. Nach dem Gemeindeedikt von 1818 blieb Iggensbach über weite Strecken selbstständig, nur zwischen 1978 und 1989 gehörte es zur Verwaltungsgemeinschaft Schöllnach.
Eine Besonderheit trägt eine der Glocken der neubarocken Pfarrkirche Maria Namen: Ihr Guss wird auf das Jahr 1144 datiert, wodurch sie deutschlandweit als zweitälteste ihrer Art nach der Lullusglocke gilt. Im Ortsteil Schöllnstein erhebt sich auf einem Felsvorsprung die Burgruine gleichen Namens, deren Bau die Grafen von Hals 1369 den Brüdern Puchberger in Auftrag gaben. Der Ortsname Handlab wiederum geht auf eine Wundererzählung zurück, nach der einer zu Unrecht des Ehebruchs bezichtigten Burgherrin die abgeschlagene Hand durch ein Gebet an Maria wieder angewachsen sein soll; an ihrem Fest am 15. August kommen bis heute mehrere zehntausend Besucher zum Handlaber Frauentag.
Am sogenannten Ratzinger Kreuz erinnert ein Wanderweg an die Urgroßeltern von Papst Benedikt XVI., die es einst errichteten.
2.126 Menschen leben auf 19,0 km², das ergibt 112 je Quadratkilometer. Über eine eigene Anschlussstelle ist die Gemeinde unmittelbar an die A 3 angebunden.