Über die Postleitzahl 95494
Gesees liegt im oberfränkischen Landkreis Bayreuth und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Mistelbach. Fast die gesamte Fläche der Postleitzahl entfällt auf die gleichnamige Gemeinde, zu der neben dem Hauptort Weiler wie Forkendorf, Spänfleck, Eichenreuth und Hohenfichten sowie die Thalmühle zählen.
Der Ort wurde 1321 erstmals als „zem Gesezze“ urkundlich genannt, der Name geht auf einen Sitz oder Wohnplatz zurück. Ältere Spuren reichen weiter zurück: Südlich des Dorfes fanden sich Reihengräber aus der Zeit um 800, die auf eine bereits christianisierte, wohl slawische Bevölkerung schließen lassen. Über dem Dorf erhebt sich die gotische Kirche St. Marien, die 1410 als Wallfahrtskirche entstand, 1430 durch die Hussiten niederbrannte und 1441 erneut geweiht wurde. Weil das Braurecht der Umgebung allein Bayreuth zustand, musste das Bier für die Geseeser Wirtshäuser von dort herangefahren werden; die Lagerung in Sandsteinkellern verschaffte dem Geseeser und dem Forkendorfer Bier einen guten Ruf.
Durch den Ort führt die Kreisstraße BT 5 von Bayreuth in Richtung Pottenstein, die nächste Autobahnauffahrt liegt bei Bayreuth-Süd. Auf 9,9 km² kommen 1.233 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 125 je Quadratkilometer. Als Nachbarn der Postleitzahl gelten Bayreuth, Creußen, Ahorntal, Hummeltal und Mistelbach.