Über die Postleitzahl 96365
Nordhalben liegt im Oberen Rodachtal des Naturparks Frankenwald, nordöstlich der Ködeltalsperre, nur wenige Kilometer von der thüringischen Grenze entfernt. Zur Gemeinde zählen neben dem Markt selbst die Ortsteile Heinersberg und kleinere Weiler wie Buckenreuth, Ködelberg, Stengelshof und Thomasmühle.
Um eine zwischen 1151 und 1154 erbaute Burg auf dem Schlossberg entstand der Ort, der 1154 erstmals als „Northalden“ erwähnt wird. Über zwei Jahrhunderte teilten sich der Bamberger Bischof und der Vogt von Gera die Herrschaft, bis Nordhalben 1550 ganz an Bamberg fiel; der Dreiherrenstein bei Nordhalben erinnert bis heute an diese Grenzlage. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort 1633 zerstört und forderte zahlreiche Todesopfer, und 1635 sorgte der „Frieden von Nordhalben“ zwischen Kronach und dem Fürsten von Reuß-Lobenstein dafür, dass wieder Lebensmittel über die Grenze kamen. Weithin bekannt ist Nordhalben heute für das Klöppeln von Spitzenstoffen, das auf die 1903 gegründete, letzte gemeindliche Klöppelschule Deutschlands zurückgeht. 2017 diente der Ort zudem als Drehort für den Film „Ballon“ über eine Ballonflucht über die innerdeutsche Grenze.
Die PLZ 96365 zählt 1.525 Einwohnerinnen und Einwohner auf 33,9 km², das ergibt 45 je Quadratkilometer.
An Nordhalben grenzen Steinwiesen und Tschirn im Landkreis Kronach sowie Geroldsgrün, Bad Steben, Wurzbach und Rosenthal am Rennsteig jenseits der Landesgrenzen.