Über die Postleitzahl 96367
Tschirn ist die kleinste und nördlichste Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Teuschnitz im Landkreis Kronach, unmittelbar am Grünen Band zur thüringischen Grenze. Neben dem Hauptort gehört zur PLZ nur noch die Einöde Dobermühle im Tal der Dober.
Der Ortsname geht auf das slawische Wort für „schwarz“ zurück und bedeutete ursprünglich so viel wie Fichten- oder Tannenwald; erstmals erwähnt wird der Ort 1276 als „Schirn“. Aus dem Dreißigjährigen Krieg überliefert die Ortsgeschichte ein dramatisches Ereignis: 1632 wurde Pfarrer Johann Cuno, der sich als Metzger verkleidet hatte, von einem schwedischen Landsknecht im Pfarrhaus erschlagen, als er die kirchlichen Geräte schützen wollte – die aufgebrachten Bauern verfolgten und töteten daraufhin den Mörder, dessen Geist der Sage nach bis heute umgehen soll. Im Gemeindegebiet entspringen gleich mehrere Bäche, darunter der Tschirner Ködel, der die Trinkwassertalsperre Mauthaus speist. Größter Arbeitgeber war lange ein 1985 eröffnetes Werk der Dr. Franz Schneider GmbH, das nach einer Insolvenz 2023 vom indischen Automobilzulieferer Samvardhana Motherson übernommen wurde.
Auf 20,1 km² kommen 526 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 26 je Quadratkilometer.
Nachbarn sind Nordhalben, Steinwiesen, Wilhelmsthal und Teuschnitz im Landkreis Kronach sowie Lehesten und Wurzbach in Thüringen.