Über die Postleitzahl 97209
Am Main, nördlich von Würzburg, liegt die Gemeinde Veitshöchheim, die den weit überwiegenden Teil der Postleitzahl 97209 bildet und als ehemalige Sommerresidenz der Würzburger Fürstbischöfe, später der bayerischen Könige, bekannt ist. Überregional bekannt ist die repräsentative Schlossanlage, 1680 bis 1682 von Fürstbischof von Dernbach errichtet und 1749 bis 1753 von Balthasar Neumann erweitert, mit ihrem Hofgarten – einem der schönsten Rokoko-Gärten Europas mit Figuren von Ferdinand Tietz.
Der Ort wurde bereits 779 erstmals erwähnt, seine Pfarrei stiftete Bischof Emehard 1097 dem Kloster St. Stephan; 1246 fand hier sogar eine deutsche Königswahl statt, aus der Heinrich Raspe als Sieger hervorging. Zu Beginn der NS-Zeit lebten rund 35 jüdische Bürger im Ort; ihre Synagoge blieb beim Novemberpogrom 1938 unbeschädigt, weil sie bereits zuvor in kommunalen Besitz übergegangen war, und beherbergt heute das Jüdische Kulturmuseum. Der Gemeindeteil Gadheim kam 1976 im Zuge der Auflösung der Gemeinde Oberdürrbach hinzu und ist seit der endneolithischen Zeit besiedelt.
Ein Kuriosum: Weil sich die Zusammensetzung der Europäischen Union geändert hat, verläuft deren geografischer Mittelpunkt inzwischen durch Veitshöchheimer Gemeindegebiet. Verkehrlich ist der historische Altort verkehrsberuhigt, durch den Ort führt die Kreisstraße WÜ 3 von der B 27 weiter nach Rimpar. Die Postleitzahl 97209 zählt 9.062 Einwohnerinnen und Einwohner auf 10,8 km², was 843 Personen je Quadratkilometer entspricht. Nachbarorte sind unter anderem Würzburg, Rimpar, Güntersleben und Margetshöchheim.