Über die Postleitzahl 97299
Am linken Mainufer, etwa fünf Kilometer nordwestlich von Würzburg, liegt der Markt Zell am Main, der praktisch die gesamte Postleitzahl 97299 einnimmt. Rings um Zell liegen im Uhrzeigersinn Margetshöchheim, Veitshöchheim, die Stadt Würzburg, Höchberg, Waldbüttelbrunn, Hettstadt und Leinach; der Markt selbst gliedert sich in die Gemeindeteile Zell, auch Unterzell genannt, und Oberzell.
Als Ortschaft erscheint Zell erstmals in einer Urkunde zur Gründung eines Prämonstratenserklosters im Ortsteil Oberzell, eine Pfarrkirche schreiben Chronisten dem Ort aber schon für das Jahr 983 zu. Der Name geht auf lateinisch „cella“ im Sinne von Wirtschaftshof zurück. 1817 gründeten Friedrich Koenig und Andreas Bauer im damals säkularisierten Kloster Oberzell das Unternehmen Koenig & Bauer, das seine Fabrikation 1901 auf die andere Mainseite nach Würzburg verlegte. Das Kloster Oberzell mit Bauten von Balthasar Neumann steht bis heute, während vom Kloster Unterzell nur die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Ruine mit der heutigen evangelischen Versöhnungskirche blieb. Zell ist zudem der namensgebende Ort der geologischen Zeller Mulde.
Am letzten Juniwochenende lädt das Laurentius-Fest zur Zeller Vereinsschau, alle zwei Jahre ergänzt die Kulturmeile das Programm. Die Marktgemeinde ist seit 2004 schuldenfrei. 4.387 Einwohnerinnen und Einwohner kommen auf 9,9 km², das ergibt 443 je Quadratkilometer.
Über die Buslinie 522 ist Zell im 20- bis 30-Minuten-Takt an den Busbahnhof Würzburg angebunden, dazu verkehrt mehrmals wöchentlich ein kostenloser Bürgerbus.