Über die Postleitzahl 97222
Der Markt Rimpar im Landkreis Würzburg bildet den Kern der Postleitzahl 97222, zu der auch das gemeindefreie Gebiet Gramschatzer Wald gehört, benannt nach dem gleichnamigen Rimparer Gemeindeteil Gramschatz. Rimpar selbst geht vermutlich auf eine fränkische Siedlung des 7. Jahrhunderts zurück und wurde 1126 erstmals als „Rintburi“ urkundlich erwähnt; deutlich älter sind Spuren aus der Jungsteinzeit, die bei Ausgrabungen seit 1913 zutage kamen, darunter 1970 ein rund 50 Liter fassendes Vorratsgefäß und eine Hockerbestattung.
Wahrzeichen des Ortes ist das 1347 von Hans von Grumbach erbaute Schloss Grumbach, eine der eindrucksvollsten Wasserburgen im süddeutschen Raum, die heute gleich mehrere Museen beherbergt – ein archäologisches, ein Bäckerei-, ein Maurer- und Zimmerer- sowie ein Kriminal- und ein Trachtenmuseum. Noch lange nach 1945 trug der Ort den Beinamen „Maurerdorf“, weil überdurchschnittlich viele Bewohner als Maurer arbeiteten, teils bis nach Ludwigshafen-Oppau; bei der dortigen Explosion des Stickstoffwerks starben 1921 zehn Rimparer Maurer, an die das „Oppauer Kreuz“ auf dem Friedhof erinnert. Der Gemeindeteil Maidbronn geht auf das 1232 gegründete Zisterzienserinnenkloster Fons Virginis Sanctae Mariae zurück.
Der Gramschatzer Wald, Teil eines FFH-Schutzgebiets, war schon zur Keltenzeit vermutlich besiedelt, seine Ortschronik reicht aber erst bis 1871 zurück. Die Postleitzahl 97222 zählt 7.358 Menschen auf 58,4 km², das ergibt 126 Einwohner je Quadratkilometer. Sie grenzt an Würzburg, Veitshöchheim, Estenfeld und Güntersleben.