Über die Postleitzahl 97218
Am östlichen Stadtrand Würzburgs, nur rund vier Kilometer von dessen Innenstadt entfernt, liegt die Gemeinde Gerbrunn, die fast die gesamte Postleitzahl 97218 einnimmt. Sie wurde 1107 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte zum Hochstift Würzburg im Fränkischen Reichskreis, ehe sie 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert und über das kurzlebige Großherzogtum Würzburg 1814 endgültig an das Königreich Bayern fiel; ihre heutige Form als Gemeinde erhielt sie mit dem Gemeindeedikt von 1818.
Nördlich von Gerbrunn liegen die Reste der sogenannten Römerbrücke, die Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim im 18. Jahrhundert errichten ließ, um die Straßenverbindung zwischen Frankfurt, Nürnberg und Wien zu verbessern – wegen Baufälligkeit wurde sie jedoch schon nach einem Jahr wieder aufgegeben. Neben dem Hauptort zählt zur Gemeinde nur noch das Gut Gieshügel. Sportlich sorgte der TSV Gerbrunn 2003/04 überregional für Aufsehen, als der Neuntligist als Bayernpokalfinalist antrat.
Zwei Buslinien verbinden Gerbrunn heute mit dem Würzburger Nahverkehrsnetz, eine Verlängerung der Straßenbahnlinie 6 bis zur Gemeinde wird diskutiert. Die Postleitzahl 97218 zählt 6.267 Einwohnerinnen und Einwohner auf 4,6 km², das entspricht 1.357 Personen je Quadratkilometer. Nachbargemeinden sind neben Würzburg selbst Rottendorf, Theilheim und Randersacker.