Über die Postleitzahl 97074
In der unterfränkischen Großstadt Würzburg deckt diese Postleitzahl fast vollständig den Stadtbezirk Frauenland ab, dazu einen kleinen Streifen der benachbarten Sanderau. Frauenland, zu dem die Stadtteile Mönchberg, Keesburg und der namensgebende Kernbereich zählen, ist mit Abstand der einwohnerreichste der 13 Würzburger Stadtbezirke.
Seinen Namen verdankt das Viertel den Frauenklöstern, denen der Grund bis zur Säkularisation 1803 gehörte. Noch 1836 stand außerhalb der Stadtmauern kaum mehr als eine Wagenfabrik, um 1900 war der Streifen zwischen Glacis und Bahnlinie bereits dicht bebaut. In der Gartenwirtschaft „Am Letzten Hieb“ verkehrte um 1833/34 Richard Wagner, der damals als Chorleiter am Würzburger Theater arbeitete. Ab 1880 legte der Verschönerungsverein den Park Karolinenruhe an, der später dem Mittleren Ring weichen musste, und in der Nähe der heutigen Richard-Wagner-Straße lag einst der Rennplatz eines Fahrradclubs. Bis in die 1930er Jahre entstanden zudem eine Lehrerbildungsanstalt, ein Blindeninstitut und mehrere Kirchen. Der Stadtteil Keesburg wiederum begann 1811/12 als Sommersitz einer Würzburger Maurerfamilie und wuchs in den 1920er Jahren mit der sogenannten Hindenburgsiedlung für bedürftige Bevölkerungsschichten.
Auf 7,8 km² leben in der Postleitzahl 97074 19.639 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 2.508 je Quadratkilometer. Angrenzend liegen weitere Würzburger Postleitzahlen sowie die Gemeinden Gerbrunn und Randersacker.