Über die Postleitzahl 97078
Den größten Teil der Postleitzahl 97078 bildet der Würzburger Stadtteil Versbach, ergänzt um die jüngere Lindleinsmühle und einen kleinen Anteil von Grombühl. Versbach war einst eine landwirtschaftlich geprägte Kleingemeinde in einer Tallage, in der die Pleichach Fischfang und Transportwesen ermöglichte; seine Kirche entstand auf einer altgermanischen Kult- und Opferstätte, der sogenannten Heide.
Beim großen Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 blieb Versbach zunächst verschont, wurde aber zehn Tage später selbst bombardiert, wobei sieben Einwohner starben und rund 150 Häuser beschädigt wurden. Zum 1. Januar 1978 wurde der Ort nach Würzburg zwangseingemeindet – im Gegenzug versprach die Stadt eine Straßenbahnanbindung, die bis heute nicht umgesetzt wurde. Die benachbarte Lindleinsmühle entstand erst ab 1961 auf zuvor unbebautem Gelände und war als große Wohnsiedlung geplant; sie ist nach einer von einst drei Mühlen an der Pleichach benannt und seit 2016 Teil des Förderprogramms „Soziale Stadt“. Ihre Bewohner kamen in mehreren Wellen als Vertriebene, Spätaussiedler und Russlanddeutsche in den Stadtteil.
Verkehrlich macht sich am „Greinbergknoten“ bemerkbar, dass dort gleich mehrere überörtliche Straßen der Lindleinsmühle zusammenlaufen, was regelmäßig zu Stau führt. Würzburg selbst ist als Sitz der Regierung von Unterfranken die zweitgrößte Stadt Frankens. Die Postleitzahl 97078 zählt 12.718 Menschen auf 10,4 km², das ergibt eine Dichte von 1.228 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Rimpar und Estenfeld.