Über die Postleitzahl 97353
Der Markt Wiesentheid bildet mit seinen Ortsteilen Feuerbach, Geesdorf, Reupelsdorf und Untersambach fast die gesamte Postleitzahl 97353 im zentralen Landkreis Kitzingen.
Erstmals 918 als „wiesenheida“ urkundlich erwähnt, wurde der Ort erst 1681 zu einem bedeutenden Herrschaftssitz, als Fürstbischof Peter Philipp von Dernbach hier eine reichsunmittelbare Herrschaft gründete. Über die Erbin Eleonore Charlotte kam Wiesentheid 1701 an die Grafen von Schönborn, die dem Markt bis 1806 sein bis heute weitgehend erhaltenes barockes Gepräge gaben, darunter das gräfliche Schloss und das barocke Rathaus. Zwischen 1614 und 1617 fanden hier 91 Hexenprozesse statt, bei denen 1617 vier Frauen und ein Mann hingerichtet wurden – geboren wurde im Schloss Wiesentheid ausgerechnet einer der berüchtigtsten fränkischen Hexenrichter, Johann Georg II. Fuchs von Dornheim. Untersambach wiederum wurde im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen Truppen fast völlig ausgelöscht; der Sage nach überlebte nur eine einzige alte Frau.
Zwölf Mühlen säumten einst die Bäche der Gemeinde, die alle dem Castellbach zufließen. Heute prägen neben Landwirtschaft auch Maschinenbau und ein Gymnasium mit Internat den Ort. 4.841 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 33,2 km², das entspricht 146 je Quadratkilometer.
Die Nachbarschaft reicht von Geiselwind über Volkach und Kleinlangheim bis Prichsenstadt und Schwarzach am Main.