Über die Postleitzahl 99837
Im äußersten Westen Thüringens, direkt an der hessischen Landesgrenze, liegt die Stadt Werra-Suhl-Tal mit der Postleitzahl 99837. Erst 2019 schlossen sich die Landstadt Berka/Werra und die Gemeinden Dankmarshausen, Dippach und Großensee zu ihr zusammen und gliedert sich heute in zehn Ortsteile, von Fernbreitenbach über Herda bis Wünschensuhl.
Berka wird schon zu Beginn des 9. Jahrhunderts im Güterverzeichnis Breviarium Sancti Lulli als „Berchaho“ genannt, ein Flurname für Birkenwald oder Birkenaue. Als Martin Luther 1521 von Worms zurück nach Wittenberg reiste, rastete er im Gasthaus „Zum Stern“ und traf dort auf den Abt von Hersfeld; später soll Napoleon 1813 auf der Flucht im Gasthaus „Zur Post“ eine Mittagsmahlzeit eingenommen haben. Von den einst drei Stadttoren Berkas ist das Untertor erhalten. In Dankmarshausen entstand zum Schutz der Werra-Besitzungen der Fuldaer Äbte in der Zeit der Staufer die Burg Hornsberg. Anfang des 20. Jahrhunderts war das Gebiet um Abteroda, Dankmarshausen und Dippach kurzzeitig Schwerpunkt der Kaliindustrie im Werra-Kalirevier.
Auf 78,2 km² leben in der Stadt 6.151 Menschen, das entspricht 79 Einwohnern je Quadratkilometer. Durch das Gebiet verlaufen der Werratal-Radweg und das Grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze; einzige Nachbar-PLZ in Thüringen ist Gerstungen.