Über die Postleitzahl 04610
Dort, wo Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt aufeinandertreffen, am südlichen Rand der Leipziger Tieflandsbucht, liegt die Kleinstadt Meuselwitz – nach Altenburg und Schmölln die drittgrößte Stadt des Landkreises Altenburger Land und zugleich dessen drittgrößte Kommune nach Fläche. Zu ihr gehören Ortsteile wie Falkenhain, Brossen, Bünauroda und die vergleichsweise jungen Gründungen Neupoderschau und Bünauroda.
Als Rittergut „Mizleboze“ wurde der Ort 1139 erstmals urkundlich erwähnt, ab 1676 prägte die Adelsfamilie von Seckendorff das Geschehen: Nur ein Jahr später entstand unter ihrem Familienoberhaupt ein neues Schloss, das ein Nachfahre in der Folgezeit zu einer prächtigen Vierflügelanlage ausbauen ließ. Ab 1860 wandelte sich die Stadt zur Industriestadt der Braunkohle, seit 1874 trägt Meuselwitz das Stadtrecht, aus jener Zeit stammt auch das neugotische Rathaus. Bombenangriffe zerstörten 1944 und 1945 große Teile der Stadt und forderten unter der Bevölkerung zahlreiche Todesopfer; das Schloss selbst überstand den Krieg zunächst beschädigt, wurde aber danach im Zuge der Bodenreform gesprengt.
Erhalten sind das barocke Schlosstor und die Orangerie im Von-Seckendorff-Park. Über die Region hinaus bekannt ist die Stadt auch durch ihren Fußballverein, dessen Spielstätte im Ortsteil Zipsendorf liegt. Auf 53,5 km² leben 10.053 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 188 je Quadratkilometer. Meuselwitz grenzt an Regis-Breitingen, Altenburg und Lucka.