Über die Postleitzahl 04600
Altenburg, Kreisstadt des Landkreises Altenburger Land im Osten Thüringens, verdankt seinen überregionalen Ruf als ehemalige Residenzstadt vor allem einem Kartenspiel: Skat wurde hier nach 1810 entwickelt und ist heute Thema einer eigenen Ausstellung im Schloss- und Spielkartenmuseum. Zur Stadt gehören unter anderem die Ortsteile Ehrenberg, Kosma und Zetzscha mit ihren zahlreichen kleinen Ortslagen.
Die ersten Siedlungen auf dem heutigen Stadtgebiet entstanden vor rund sechstausend Jahren, begünstigt durch fruchtbaren Boden und aufragende Porphyritfelsen, die Schutz vor Angreifern boten. Ab 1253 gehörte das Pleißenland samt Altenburg allmählich zum Herrschaftsbereich der Wettiner, später residierte hier zeitweise das eigenständige Herzogtum Sachsen-Altenburg. Der Ortsteil Ehrenberg wurde um 1200 als befestigter Ort gegründet und ist heute der flächengrößte und einwohnerreichste Ortsteil der Stadt, geprägt von seiner Schlossanlage. Um die Jahrhundertwende zählte Altenburg zu den Hochburgen der Hutmacherindustrie; 1949 bauten Schüler und Lehrer des Friedrichgymnasiums im Widerstand gegen das DDR-Regime sogar einen eigenen Störsender.
Heute produziert die 1832 gegründete Spielkartenfabrik Altenburg als deutscher Marktführer weiterhin Spielkarten. Auf 45,5 km² leben 30.186 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 663 je Quadratkilometer. Altenburg grenzt an Nobitz, Meuselwitz und Schmölln.