Über die Postleitzahl 04639
An der Grenze zum Freistaat Sachsen liegt diese Postleitzahl im Landkreis Altenburger Land, verteilt auf die Stadt Gößnitz und die Gemeinde Ponitz, die zusammen die erfüllende Gemeinschaft Gößnitz bilden. Gößnitz ist flächenmäßig die zweitkleinste und bevölkerungsmäßig die kleinste Stadt des Landkreises, bekannt vor allem als Eisenbahnknotenpunkt der Strecken Leipzig–Hof sowie der Mitte-Deutschland-Verbindung. Die Malzfabrik Viktor Grimms Nachfolger von 1889 prägt bis heute das Stadtbild aus der Zeit der Industrialisierung.
Ponitz wiederum ist für sein Renaissanceschloss und die Friedenskirche bekannt, deren Orgel von Gottfried Silbermann zwischen 1734 und 1737 als sein vierzigstes Werk gebaut wurde und bis heute unverändert erhalten ist. Der Ort geht vermutlich auf slawische Siedler zurück, worauf die alte Schreibweise Ponicz hindeutet; 1254 wurde die Burg Ponitz erstmals als „Schloss“ urkundlich erwähnt. In Gößnitz erinnert seit 1993 das jährliche Open Air an die musikalische Tradition der Stadt, während das Kabarett Nörgelsäcke seit 2011 alle zwei Jahre das Thüringer Kabarett-Treffen ausrichtet. Ein dunkles Kapitel der Industriegeschichte ist die Kesselexplosion von 1980 in der ehemaligen Chemischen Fabrik, bei der fünf Menschen und ein ungeborenes Kind starben.
Heute leben in der Postleitzahl 4.860 Menschen auf 31,0 km², das entspricht 157 Einwohnern je Quadratkilometer.
Zu den Nachbarn zählen Schmölln im Norden sowie die sächsischen Städte Meerane und Crimmitschau im Süden.