Über die Postleitzahl 08451
Crimmitschau, im Landkreis Zwickau nahe der Grenze zu Thüringen, stellt fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl. Als „Stadt der 100 Schornsteine“ bekannt, war die 1170 bis 1200 gegründete Stadt eine der klassischen Industriestädte des 19. Jahrhunderts, geprägt von der Textilproduktion; bis heute besteht eine Tuchfabrik. In den 1870er und 1880er Jahren kämpften die Crimmitschauer Textilarbeiterinnen wiederholt und mit Erfolg um kürzere Arbeitszeiten, etwa den 13- und später den 11-Stunden-Tag.
Von der Industriegeschichte zeugt die ehemalige Tuchfabrik Gebr. Pfau, heute als technisches Denkmal die am vollständigsten erhaltene Volltuchfabrik Mitteleuropas und Teil des Sächsischen Industriemuseums. Älter ist die spätgotische Pfarrkirche St. Laurentius von 1513 mit ihren Stern- und Kreuzrippengewölben sowie das um 1290 gegründete Zisterzienserinnen-Nonnenkloster. Zu den eingemeindeten Dörfern zählt Langenreinsdorf, dessen Kirche einen ungewöhnlich hohen Turm besitzt, sowie Blankenhain, wo 1981 Steinwerkzeuge von mehreren tausend Jahren Alter gefunden wurden.
Auf 60,8 km² leben 18.619 Einwohnerinnen und Einwohner, umgerechnet 306 je Quadratkilometer. Die A 4 überspannt bei Frankenhausen das Pleißental. Nachbarorte sind Meerane, Langenbernsdorf, Neukirchen/Pleiße und, jenseits der Landesgrenze, Schmölln und Gößnitz.