Über die Postleitzahl 06567
Am Südhang des Kyffhäusergebirges erstreckt sich Bad Frankenhausen, ein staatlich anerkanntes Soleheilbad, das den größten Teil dieser Postleitzahl bildet – ergänzt um die eingemeindeten Ortsteile Ringleben, Ichstedt und Esperstedt.
1525 fand am Nordrand der Stadt, auf dem Schlachtberg, die Schlacht bei Frankenhausen statt – die letzte große Schlacht des Deutschen Bauernkriegs, in der die Bauern rund 6000 Todesopfer zu beklagen hatten. Ihr geistiger Anführer, der Theologe Thomas Müntzer, wurde nach der Niederlage gefangen genommen. Wahrzeichen der Stadt ist heute der Schiefe Turm, ein Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert, der sich durch geologische Vorgänge im Untergrund inzwischen um 4,93 Grad zur Lotrichtung geneigt hat – stärker als der Schiefe Turm von Pisa. Am Stadtrand liegen mit der Elisabethquelle und der Schüttschachtquelle zwei der bedeutendsten Solequellen Mitteleuropas, auf denen der seit 1938 bestehende Kurbetrieb beruht.
Der Ortsteil Ringleben geht auf eine Ersterwähnung aus dem Jahr 786 zurück; hier befand sich einst eine Thingstätte, an der noch im 16. Jahrhundert Recht gesprochen wurde. Ichstedt beherbergt mit der Wehrkirche die älteste Wehrkirche Thüringens, deren baulicher Rest als „Alter Turm“ noch erhalten ist.
Auf 91,0 km² zählt die Postleitzahl 9.729 Einwohnerinnen und Einwohner, was 107 je Quadratkilometer entspricht. Nachbarorte sind unter anderem Artern und Wallhausen.