Über die Postleitzahl 08344
Am Fuß des Spiegelwaldes, dem höchsten Punkt des Stadtgebiets, liegt die Stadt Grünhain-Beierfeld, die fast vollständig diese Postleitzahl bildet. Sie ist eine junge Verwaltungseinheit: Erst zu Beginn des Jahres 2005 wurde die bis dahin selbständige Stadt Grünhain in die Gemeinde Beierfeld eingegliedert. Grünhain selbst reicht als „Gruninhain“ urkundlich bis 1231/33 zurück und erhielt der Überlieferung nach 1285 durch Abt Dietrich ein Stadtsiegel mit drei grünen Bäumen und einer Amsel; 1347 wird der Ort erstmals als „oppidum“, als Städtchen, bezeichnet.
Beierfeld, ebenfalls als Waldhufendorf angelegt und 1230/31 erstmals als „Beiervelt“ erwähnt, gelangte 1233 in den Besitz des Grünhainer Klosters; seine Peter-Pauls-Kirche, erstmals 1301 genannt, zählt zu den ältesten Dorfkirchen des Erzgebirges. Mit dem sogenannten Berggeschrey des 15. Jahrhunderts trat neben die Landwirtschaft zunehmend das Gewerbe, getragen von Handwerkern und frühen Betrieben; der Silberbergbau ist hier bereits seit 1480 urkundlich belegt. Im Ortsteil Waschleithe soll sich der Überlieferung nach 1455 der sogenannte Altenburger Prinzenraub zugetragen haben, als der Köhler Georg Schmidt den gefangenen Prinzen Albrecht befreite.
Auf 22,2 km² leben 5.568 Menschen, was 251 je Quadratkilometer entspricht. Eine Bundesstraße führt nicht direkt durch die Stadt; die Staatsstraße 270 verbindet Grünhain-Beierfeld jedoch mit der Bundesstraße 101 in Schwarzenberg.