Über die Postleitzahl 08340
Als Befestigungsanlage zum Schutz eines Handelsweges im 12. Jahrhundert angelegt, wuchs Schwarzenberg/Erzgeb. zur Großen Kreisstadt heran, die den namensgebenden Kern dieser Postleitzahl bildet. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1282 als „civitas Swartzenberg“; archäologische Funde datieren erste Spuren jedoch bereits um das Jahr 1200. Aus der kleinen Bergstadt entwickelte sich das Zentrum der gleichnamigen Herrschaft und des späteren Amts Schwarzenberg.
Mehrfach setzten der Stadt Rückschläge zu: Ein Stadtbrand zerstörte 1535 Rathaus und Schule, im Dreißigjährigen Krieg fielen 1632 sechzehn Bürger einem Angriff der kaiserlichen Truppen zum Opfer, und ein weiterer Brand verwüstete 1824 einen Großteil der Fachwerkbauten. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Schwarzenberg aus historisch nicht restlos geklärten Gründen zunächst unbesetzt – ein Umstand, den Stefan Heym 1984 in seinem gleichnamigen Roman verarbeitete. Zu den Ortsteilen zählt Bermsgrün, als doppelreihiges Waldhufendorf 1448 erstmals als „Bermaßgrün“ erwähnt, sowie Erla, das aus einer Hammerschmiede hervorging und dessen Eisenwerk von den reichen Erzvorkommen am benachbarten Rothenberg profitierte. Bis heute prägt das 1690 bis 1699 erbaute Schloss zusammen mit der St.-Georgen-Kirche das Stadtbild.
Das 46,1 km² große Gebiet zählt 15.858 Menschen, was einer Dichte von 344 je Quadratkilometer entspricht. Durch Schwarzenberg führen die Bundesstraße 101 und die Silberstraße, ebenso der Bergwanderweg Eisenach–Budapest.