Über die Postleitzahl 12679
Marzahn-Ost, ein östlicher Abschnitt des namensgebenden Ortsteils, füllt diese kleine Postleitzahl fast vollständig aus.
Das Dorf Marzahn entstand um 1230 wie die übrigen Barnim-Dörfer im Berliner Umland und erhielt in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts eine steinerne Kirche; urkundlich erscheint der Ort erstmals 1300 unter dem Namen Morczane. Mit der Bildung von Groß-Berlin kam Marzahn 1920 zum Bezirk Lichtenberg und blieb bis in die 1970er-Jahre ein vergleichsweise ländlicher Ortsteil.
Eine dunkle Zäsur bildet das Jahr 1936: Im Vorfeld der Olympischen Spiele richteten die Nationalsozialisten hier eines ihrer ersten Zwangslager für Sinti und Roma ein. Erst in den beiden folgenden Jahrzehnten wuchs rund um das alte Dorf die weiträumig durchgrünte Großwohnsiedlung heran, die dem heutigen Ortsteil sein Gesicht gibt; 1979 wurde er zum Namensgeber eines eigenen Stadtbezirks.
26.567 Menschen leben hier auf 2,3 km², 11.483 je Quadratkilometer. Die Postleitzahl grenzt an drei weitere Marzahner Abschnitte.