Über die Postleitzahl 28717
Nördlich der Lesum, im Bremer Stadtbezirk Nord, liegt der Stadtteil Burglesum, dem der größte Teil dieser Postleitzahl zugehört, dazu Ortsteile wie Burgdamm und Lesum. Die Landschaft wurde von mehreren Eiszeiten geformt, die auch den Lauf von Weser und Lesum immer wieder veränderten. Schon um 300 bis 200 v. Chr. siedelten hier die germanischen Chauken, wie Funde belegen; Grabungen in Grambke förderten Grubenhäuser der Sachsenzeit um 500 zutage, spätere Funde an der Grambker Dorfstraße Friesenkeramik aus der Zeit zwischen 700 und 900 sowie einen Brunnen von 850.
Der Name Burgdamm erinnert an eine Brücke über die Lesum, die auf gemeinsame Veranlassung von Bremer Rat und Erzbischof in den Jahren 1387 und 1388 in der Nähe der dortigen Burg entstand. Aus der Zeit der Villenkolonie stammt der weitläufige Knoops Park in St. Magnus, den der Fabrikant Ludwig Knoop 1870 nach Plänen des Gartenarchitekten Wilhelm Benque anlegen ließ und in dem seit 1994 jeden Sommer das Kulturfest Lesmona stattfindet. Die evangelische St.-Martini-Kirche in Lesum wurde 1235 erstmals erwähnt; erhalten ist ihr romanischer Turm, während das Kirchenschiff 1778/79 nach Plänen von Johann Diercks umgebaut wurde.
Die Postleitzahl 28717 umfasst 4,6 km² mit 13.433 Einwohnerinnen und Einwohnern, das entspricht 2.904 Einwohnern je Quadratkilometer. Angrenzend liegen die Bremer Postleitzahlen 28719 und 28759 sowie mit 27721 bereits die Gemeinde Ritterhude im Landkreis Osterholz.