Über die Postleitzahl 28876
Die Einheitsgemeinde Oyten im Landkreis Verden, benannt nach ihrem heutigen Kernortsteil, bildet zusammen mit Bassen, Sagehorn, Bockhorst und Schaphusen fast diese gesamte Postleitzahl. Am Wischbruch, am Ufer der früheren Eyter, fanden sich beim Hof Meier Urnen aus einem Friedhof der vorrömischen Eisenzeit, der zwischen etwa 700 v. Chr. und Christi Geburt belegt wurde. Zur Zeit der Bremer Franzosenzeit, von 1811 bis 1814, gehörte Oyten mit zahlreichen umliegenden Weilern zum Kanton Achim im Distrikt Bremen – Orte wie Tüchten, Schaphusen oder Bickbeerenheide zählten damals nur wenige Dutzend Einwohner.
Erst 1963 schlossen sich die vormals selbstständigen Gemeinden Meyerdamm, Oyten, Oyterdamm und Sagehorn zur neuen Gemeinde Oyten zusammen, 1972 kam Bassen hinzu. Im Süden der Gemeinde stand von 1966 bis 1995 eine Hawk-Flugabwehrraketenstellung des NATO-Verteidigungsgürtels, auf deren Gelände heute das Gewerbegebiet Oyten-A1 entsteht. Die evangelische St.-Petri-Kirche, ein Backsteinbau von 1861, trägt ein Altargemälde des Düsseldorfer Malers Carl Vinnen von 1880. Bundesweit bekannt wurde der Ortsname zudem durch die Cartoonfiguren Kuhno und Heike van Oyten des Zeichners Tetsche.
Die Postleitzahl 28876 umfasst 63,3 km² mit 16.304 Einwohnerinnen und Einwohnern, das entspricht 257 Einwohnern je Quadratkilometer. Sie grenzt an mehrere Bremer Stadtteile sowie an die Gemeinden Achim und Ottersberg.