Über die Postleitzahl 28355
Oberneuland stellt praktisch den gesamten Inhalt der Postleitzahl 28355 im äußersten Osten Bremens.
Die Besiedlung begann 1113, als Holländer im Auftrag des Bremer Erzbischofs mit der Kultivierung des Hollerlandes begannen; 1149 wurde das Gut Hodenberg erstmals erwähnt. Oberneuland selbst erscheint 1181 als „Overnigelant“ in einer Ansiedlungsurkunde, mit der Ödland an Nachfahren niederländischer Kaufleute verkauft wurde, die sich mit der Urbarmachung sumpfiger Ländereien auskannten. Die Siedler unterlagen dem sogenannten Hollerrecht: Sie mussten zwar bestimmte Abgaben leisten, konnten über ihr Land aber frei verfügen und es vererben, was als Grundlage der Dorfgründung gilt. Gedeutet wird der Ortsname als Lage über dem neu gewonnenen Land, bezogen auf schon zuvor erschlossene Teile des Hollerlandes.
Oberneuland und das benachbarte Rockwinkel, ebenfalls 1181 erstmals als „tom Rockwinkel“ genannt, gehörten zum Goh Hollerland; kirchlich war Rockwinkel stets nach Oberneuland eingepfarrt, 1888 kam auch der gemeindliche Anschluss hinzu. Die Oberneulander Kirche trägt den Namen des Täufers Johannes und wurde 1270 erstmals urkundlich genannt, dürfte aber schon um 1200 mit Beginn der Besiedlung geplant worden sein.
12.664 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 18,0 km², rechnerisch 704 je Quadratkilometer. Die Postleitzahl grenzt an die niedersächsischen Gemeinden Ottersberg und Oyten sowie an mehrere Bremer Postleitzahlen wie 28325 und 28359.