Über die Postleitzahl 29223
Nordwestlich und nordöstlich des Celler Stadtzentrums liegen die Stadtteile Lachtehausen, Altenhagen, Klein Hehlen und Boye, die zusammen diese Postleitzahl bilden. Klein Hehlen wurde bereits 1235 als „Suthelende“ urkundlich erwähnt, als der Edele Hermann von Meinersen dort einen Hof an Herzogin Agnes verkaufte; sie übergab ihn anschließend dem Kloster Wienhausen, das sie selbst gegründet hatte. Im selben Jahr taucht auch das benachbarte Boye als „Boie“ in den Quellen auf: Zwei Höfe, eine Mühle und das Fischereirecht in der Aller gingen dort ebenfalls an die Herzogin, die damit das Kloster Wienhausen bedachte – Klein Hehlen wurde 1939 nach Celle eingemeindet, Boye erst 1968.
Die Bonifatiuskirche in Klein Hehlen entstand ursprünglich 1657 als Friedhofskapelle am Harburger Berg und diente von 1758 bis 1902 als Garnisonkirche, bevor sie 1957 als Fachwerkbau am heutigen Standort wiedererrichtet wurde; ihre Kanzel stiftete Herzog Christian Ludwig 1659. Altenhagen wiederum wurde 1377 als Straßendorf namens „Oldenhagen“ erstmals erwähnt und entspricht in seiner Struktur bis heute einem Hagenhufendorf. Seit 1931 hat die Landesfeuerwehrschule Celle, heute Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz, ihren Sitz in Klein Hehlen.
Die Postleitzahl 29223 umfasst 32,4 km² mit 15.581 Einwohnerinnen und Einwohnern, das entspricht 481 Einwohnern je Quadratkilometer. Sie grenzt an die übrigen Celler Postleitzahlen sowie an Winsen an der Aller, Hambühren, Lachendorf und Wienhausen.