Über die Postleitzahl 29225
Südwestlich des Celler Stadtzentrums liegen die Stadtteile Wietzenbruch und Neustadt/Heese, die zu etwa gleichen Teilen diese Postleitzahl bilden. Wietzenbruch verdankt seinen Namen dem vom Fluss Wietze durchzogenen Bruchwald und entstand aus der Teilung dieses großen, moorähnlichen Waldgebiets zwischen 1815 und 1825. In den 1920er Jahren führte hier die sogenannte Hasenbahn, eine zwischen 1913 und 1938 gebaute Hochgeschwindigkeitsstrecke für Test- und Rekordfahrten von Eisenbahnlokomotiven, die heute Teil der Strecke Hannover–Hamburg ist. Vom Heeresflugplatz Celle-Wietzenbruch starteten Ende der 1940er Jahre Versorgungsflugzeuge für die Berliner Luftbrücke, an die seit 1988 ein Luftbrückendenkmal erinnert.
Die Neustadt entstand 1632, als der Ausbau der Celler Stadtbefestigung während des Dreißigjährigen Kriegs die Umsiedlung der Westceller Vorstadt erforderlich machte; schon 1664 zählte man dort 67 Wohnhäuser. Herzog Georg-Wilhelm entwarf ab 1680 für das Gebiet vor dem alten Westceller Tor eine schachbrettartig angelegte Planstadt, die letztlich nur in Ansätzen verwirklicht wurde. Die neoromanische Neustädter Kirche vollendete der Architekt Otto Haesler 1909, ihre geschnitzte Kanzel stiftete Herzog Ernst August von Cumberland. Das ausgedehnte Neustädter Holz zwischen Neustadt/Heese und Hambühren erinnert zugleich an ein dunkles Kapitel: Hier fielen am 8. April 1945 mindestens 170 Häftlinge des sogenannten Massakers von Celle zum Opfer.
Auf 21,4 km² zählt die Postleitzahl 29225 14.667 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 685 Einwohner je Quadratkilometer. Sie grenzt an die übrigen Celler Postleitzahlen sowie an Hambühren und Adelheidsdorf.