Über die Postleitzahl 34298
Etwa 15 Kilometer südöstlich von Kassel, im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land, liegt die Gemeinde Helsa, die den größten Teil dieser Postleitzahl stellt; ein Teil reicht in den gemeindefreien Gutsbezirk Kaufunger Wald im Werra-Meißner-Kreis hinein, zu dem auch ein kleiner Zipfel der Stadt Großalmerode gehört. Der Kernort Helsa geht vermutlich auf die Zeit zurück, als 1017 das nahe Kloster Kaufungen gestiftet wurde, und erscheint 1058 erstmals urkundlich unter dem Namen Helsen. 1699 siedelte Landgraf Karl 55 Hugenotten in einer eigenen Kolonie an, aus der später der Ortsteil St. Ottilien hervorging.
Die heutige Gemeinde entstand in zwei Schritten der hessischen Gebietsreform: 1970 schlossen sich Helsa und Wickenrode zur Gemeinde Helsa-Wickenrode zusammen, 1972 kamen Eschenstruth und St. Ottilien hinzu. Wickenrode war vom 16. bis ins 19. Jahrhundert ein Zentrum der Glas- und Alaunherstellung; zwischen 1840 und 1880 stand dort mit mehreren hundert Beschäftigten eines der größten Chemiewerke Deutschlands, in dem der Chemiker Ludwig Mond eines seiner ersten Patente entwickelte. In Eschenstruth prägte im 19. Jahrhundert die Leineweberei den Ort, 1879 erhielt er Anschluss an die Eisenbahnstrecke Kassel–Waldkappel. Die Bundesstraße 7 durchquert das Gemeindegebiet in Nord-Süd-Richtung.
In der PLZ leben 5.217 Menschen auf 32,7 km², das sind 160 je Quadratkilometer. Nachbarn sind Kaufungen im Westen und Hessisch Lichtenau im Osten.