Über die Postleitzahl 34320
Rund 13 Kilometer südöstlich von Kassel, inmitten des waldreichen Mittelgebirges Söhre, liegt die Gemeinde Söhrewald, die fast die gesamte Postleitzahl stellt. Ihr Name, abgeleitet von „soor“ oder „sör“ für trocken, verweist auf die kargen Hochflächen, auf denen frühe Siedler mangels Wasser ihre Rodungen oft wieder aufgeben mussten – die wüst gefallene Kirche von Hessenhain, vermutlich nach der Pestwelle zwischen 1347 und 1352 verlassen, ist als Ruine bis heute ein Wanderziel. Die Gemeinde entstand 1970 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der zuvor eigenständigen Gemeinden Eiterhagen, Wattenbach und Wellerode und besitzt kaum Industrie.
Wellerode, Verwaltungssitz und größter Ortsteil, wurde vermutlich schon im 7. und 8. Jahrhundert von Vollmarshausen aus besiedelt und 1351 erstmals urkundlich erwähnt, als die Herren von Elben ihre Lehnsrechte an das Kloster Kaufungen verkauften. Ab 1836 wurde in der Gegend Braunkohle abgebaut, mit der Söhrebahn ab 1912 auch rentabel; Wattenbach wurde dadurch zu einem eigentlichen Bergmannsdorf, dessen Tradition bis heute gepflegt wird, auch wenn die Zeche 1967 schloss. Heute erzeugt bei Wattenbach ein Windpark mit fünf nach Märchenfiguren benannten Windrädern jährlich rund 6,8 Millionen Kilowattstunden Strom.
Auf 58,8 km² der Postleitzahl leben 4.534 Menschen, das ergibt 77 Einwohner je Quadratkilometer. Söhrewald grenzt im Norden an Lohfelden und im Süden an Melsungen.