Über die Postleitzahl 34260
Östlich von Kassel, im Tal der Losse zwischen Kaufunger Wald und Söhre, liegt die Gemeinde Kaufungen im Landkreis Kassel, die sich selbst als Kunigundengemeinde bezeichnet. Die Postleitzahl 34260 umfasst die beiden Ortsteile Oberkaufungen und Niederkaufungen sowie einen Anteil am bewaldeten, gemeindefreien Gutsbezirk Kaufunger Wald im benachbarten Werra-Meißner-Kreis. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1011 als Ausstellungsort einer Urkunde König Heinrichs II.; dessen Frau Kunigunde hatte kurz zuvor den Königshof von Kassel hierher verlegt. 1017 wandelte man den Hof in ein Benediktinerinnenkloster um und stattete es mit den Dörfern Nieder- und Oberkaufungen aus.
Am 13. Juli 1025 weihte man die Stiftskirche zum Heiligen Kreuz in Oberkaufungen ein, die bis heute als bedeutendstes spätottonisches Bauwerk Nordhessens gilt und in der Kunigunde selbst als Nonne eintrat. Nach der Auflösung des Klosters 1527 wurde Kaufungen später Zentrum der innerhessischen Kupferverarbeitung mit Handelsbeziehungen bis nach Skandinavien und Belgien. In Niederkaufungen ließ sich 1986 eine der ältesten und größten politischen Kommunen Deutschlands nieder, deren Mitglieder ihr Vermögen bis heute gemeinsam verwalten. Der Ortsteil Papierfabrik erhielt seinen Namen 1839 durch die Anlage einer Papierfabrik, 1879/80 kam der Eisenbahnanschluss nach Kassel hinzu.
Auf der Fläche der Postleitzahl leben 12.835 Menschen, das ergibt bei 35,1 km² eine Dichte von 366 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarorte sind die Kasseler Postleitzahl 34123 sowie die Gemeinden Lohfelden, Niestetal, Helsa und Nieste.