Über die Postleitzahl 34212
Die Kleinstadt Melsungen im Schwalm-Eder-Kreis liegt dort, wo der Kehrenbach in die Fulda mündet, zwischen zwei Höhenzügen: dem Melsunger Bergland auf der einen und dem Homberger Hochland auf der anderen Seite. Die Postleitzahl 34212 deckt fast das gesamte Stadtgebiet ab, von der Kernstadt über Günsterode, Schwarzenberg und Adelshausen bis zu Kehrenbach, Kirchhof, Obermelsungen und Röhrenfurth. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 802 als Milisunge, erste Besiedlungsspuren reichen bis in die Hallstattzeit zurück. An der Kreuzung dreier wichtiger Handelsrouten gelegen, war die Stadt lange zwischen den Mainzer Erzbischöfen und den Landgrafen von Thüringen und Hessen umkämpft, ehe sie 1189/90 das Stadtrecht erhielt.
Ein Großbrand vernichtete 1554 weite Teile des überwiegend aus Fachwerk gebauten Stadtkerns; das anschließend errichtete Rathaus mit dem Bartenwetzer im Turm steht bis heute und prägt zusammen mit der geschlossenen Fachwerkansicht der Altstadt, dem Schloss von 1550 bis 1557 und der Bartenwetzerbrücke von 1595/96 über die Fulda das Bild der Stadt. Die Einwohner tragen den Beinamen Bartenwetzer. Größter Arbeitgeber ist heute der Medizintechnik- und Pharmakonzern B. Braun, der von hier aus in viele Länder liefert; überregional bekannt ist zudem der Handballverein MT Melsungen in der ersten Liga.
Der Stadtteil Günsterode wuchs im 19. Jahrhundert spürbar, weil hier Köhler in den umliegenden Wäldern Holzkohle brannten; mit dem Niedergang der Köhlerei ging die Zahl der Bewohner später wieder zurück. Auf der Fläche der Postleitzahl leben 13.712 Menschen, das entspricht 218 Einwohnern je Quadratkilometer bei 62,9 km². Melsungen liegt an der A7 und der Bahnstrecke Bebra–Kassel, die Kfz-Kennzeichen lauten HR, FZ, MEG und ZIG.