Über die Postleitzahl 34327
Rund 16 Kilometer südlich von Kassel, am Südwestrand der Söhre und an der Mündung der Trockenen Mülmisch in die Fulda, liegt die Gemeinde Körle im Schwalm-Eder-Kreis, der fast die gesamte Postleitzahl gehört. Sie wurde 1074 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Fulda als Chrulle erstmals erwähnt und besaß bis etwa 1620 einen eigenen Gerichtsbezirk, ehe dieser im Melsunger Gerichtsbezirk aufging. Ihre heutige Form erhielt die Gemeinde 1971 durch die freiwillige Eingliederung der zuvor selbständigen Orte Empfershausen, Lobenhausen und Wagenfurth, 1974 wechselte sie vom Landkreis Melsungen in den neu gebildeten Schwalm-Eder-Kreis.
Ein 1912 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters gebauter Güterbahnhof brachte ein Basaltwerk in den Ort, das zeitweise, etwa im Steinbruch Ölberg 1933/34, rund 250 Arbeiter beschäftigte; über Jahrzehnte diente der Bahnhof zugleich als Umschlagplatz für Holz aus dem Söhrewald. Empfershausen, unterteilt in Ober- und Unter-Empfershausen, wird 1303 erstmals als Engelbrecheshusen erwähnt und zählte 1743 gerade zehn Bauernhöfe. Seit 2003 führt der Pomologen-Verein den Körler Edelapfel als besondere hessische Obstsorte. Die RegioTram Kassel hält heute in Körle und bringt Fahrgäste in etwa 20 Minuten in die Kasseler Innenstadt.
In der PLZ leben 3.001 Menschen auf 17,4 km², das ergibt 172 Einwohner je Quadratkilometer. Körle grenzt im Norden an Guxhagen und im Süden an Melsungen.