Über die Postleitzahl 35510
Butzbach liegt im Wetteraukreis am nordöstlichen Übergang vom Taunus zur Wetterau und trägt seit 2011 den amtlichen Zusatz Friedrich-Ludwig-Weidig-Stadt. Die Postleitzahl deckt praktisch das gesamte, aus vierzehn Stadtteilen bestehende Stadtgebiet ab; den größten Flächenanteil hat Nieder-Weisel, gefolgt von der Kernstadt, Bodenrod, Fauerbach vor der Höhe, Hoch-Weisel, Griedel, Pohl-Göns und Kirch-Göns.
Schon um 90 nach Christus gehörte die Gegend zur römischen Provinz Germania superior; der Obergermanisch-Raetische Limes, heute UNESCO-Welterbe, durchquert das Gebiet im Nordwesten. Die Kernstadt selbst wird erstmals 773 als Botisphaden erwähnt und erhielt 1578 ein eigenes Stadtrecht. Der Stadtteil Nieder-Weisel gilt seit der Bandkeramik als nahezu durchgehend besiedelt: Der Johanniterorden, den Reichskämmerer Kuno I. von Münzenberg nach 1185 mit Gütern bedachte, gründete dort eine Kommende, deren Kirchturm noch aus dem 12. Jahrhundert stammt.
Am Marktplatz stehen der historische Marktbrunnen und ein Fachwerkrathaus aus dem 16. Jahrhundert; das Stadtmuseum im Solms-Braunfelser Hof zeigt unter anderem die Industriegeschichte von Gerberei und Schuhmacherhandwerk. Seit 1894 besteht die Justizvollzugsanstalt Butzbach als Männergefängnis, zwischen 1918 und 1937 war hier zudem die zentrale Hinrichtungsstätte Hessens untergebracht. Auf dem Soldatenfriedhof in Nieder-Weisel ruhen 519 gegen Kriegsende gefallene Soldaten. Insgesamt zählt das Gebiet der Postleitzahl 26.538 Einwohnerinnen und Einwohner auf 106,2 km², rechnerisch 250 je Quadratkilometer.
Butzbach hat einen eigenen Haltepunkt an der Bahnlinie von Gießen nach Friedberg und grenzt an Rockenberg, Münzenberg und Langgöns sowie, am Rand des Taunus, an Waldsolms, Ober-Mörlen, Usingen und Grävenwiesbach.