Über die Postleitzahl 35713
Rund 10 Kilometer nordöstlich von Dillenburg erstreckt sich die Gemeinde Eschenburg im nördlichen Lahn-Dill-Kreis entlang der Dietzhölze und ihrer Seitentäler. Die Gemeinde entstand 1971 aus dem Zusammenschluss von Eibelshausen, Eiershausen und Wissenbach; 1974 kamen Hirzenhain, Simmersbach und Roth aus dem damaligen Kreis Biedenkopf hinzu. Benannt ist sie nach dem 589 Meter hohen Berg Eschenburg.
Eibelshausen, größter Ortsteil und Verwaltungssitz, war schon zu keltischer Zeit besiedelt, wie Werkzeugfunde belegen, und erscheint 1314 urkundlich als Ybelingeshusen. In Hirzenhain gründete 1923 der Lehrer Emil Schäfer einen Segelflugverein, der bis heute als zweitältester der Welt gilt, und legte einen Flugplatz an; um den 1911 eröffneten, zwei Kilometer entfernten Bahnhof siedelte sich ab den 1950er Jahren Industrie an, wodurch der neue Ortsteil Hirzenhain-Bahnhof entstand. In Wissenbach wurde von 1768 bis 1997 in der Batzbachgrube Schiefer abgebaut, und der 1936 errichtete, 43 Meter hohe hölzerne Eschenburgturm fiel 1945 US-amerikanischen Jagdbombern zum Opfer. Bei Simmersbach steht die Philippsbuche, ein Baum, der an die Heimkehr des Landgrafen Philipp von Hessen nach fünf Jahren spanisch-niederländischer Haft im Jahr 1552 erinnert, und der kleinste Ortsteil, Roth, besaß bis zur Gebietsreform eigene, 1758 belegte Stadtrechte.
Auf 45,6 km² zählt Eschenburg 9.846 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 216 je Quadratkilometer.
Nachbargemeinden sind unter anderem Dillenburg, Haiger und Dietzhölztal.