Über die Postleitzahl 35745
An der Dill im Lahn-Dill-Kreis liegt die von Fachwerk geprägte Stadt Herborn; die Postleitzahl deckt sie fast vollständig ab, mit den Stadtteilen Seelbach, Schönbach, Hörbach, Merkenbach, Uckersdorf, Burg und Amdorf.
Die geschlossene Altstadt vereint Bauten aus acht Jahrhunderten und galt schon vor dem Ersten Weltkrieg unter dem Werbenamen „Nassauisches Rothenburg“ als eine der besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Deutschlands; 2016 war Herborn Gastgeberin des 56. Hessentages, und die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa verlieh ihr im selben Jahr den Ehrentitel Reformationsstadt Europas. Seelbach, nach der Kernstadt der größte Stadtteil, war schon zur Zeit der Merowinger besiedelt; das heutige Dorf entstand später um eine erste Kirche an der alten Hohen Straße. Auf einem Hügel in Schönbach stand einst eine von einer Mauer umgebene Wehrkirche, und von 1906 bis 1984 hatte der Ort über die heute stillgelegte Westerwaldquerbahn direkten Bahnanschluss nach Montabaur.
Auf 63,5 km² zählt Herborn 20.118 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 317 je Quadratkilometer.
Größter Arbeitgeber ist die Firma Rittal; auf dem Gelände der früheren Burger Eisenwerke produziert heute unter anderem die Firma Sell. Nachbarstädte sind Dillenburg und Mittenaar.