Über die Postleitzahl 35687
Niederscheld, ein Stadtteil im Nordwesten Dillenburgs, ist über die Region hinaus für die Schelder Kirmes bekannt, eines der traditionsreichsten und ältesten Feste der Gegend.
Der Ort wird 1274 erstmals schriftlich erwähnt, damals noch ungetrennt von Oberscheld, unter dem gemeinsamen Namen Schelt; eindeutig auf Niederscheld bezogen ist erst ein Eintrag von 1447. Eine Pestwelle traf den Ort gegen Ende des 15. Jahrhunderts, weshalb man 1472 ein Siechenhaus einrichtete; um 1530 hielt die Reformation Einzug. 1604 entstand der Schelder Hammer zur Eisenverhüttung. Im Dreißigjährigen Krieg plünderten Truppen, die das Dillenburger Schloss belagerten, mehrfach den Ort, und zwischen 1629 und 1630 war Niederscheld von Hexenverfolgung betroffen.
Auf 8,5 km² zählt Niederscheld 1.967 Einwohnerinnen und Einwohner, umgerechnet 230 je Quadratkilometer.
Nachbar-Stadtteile sind Oberscheld und Eibach, weiterer Nachbarort die Stadt Herborn.